Heutzutage erfordert der Wettbewerb auf den anspruchsvollen Märkten für Getränke oftmals einen internationalen Vertrieb in großem Maßstab. Dieser kann jedoch teuer, logistisch aufwändig und umweltschädlich sein. Leicht Mehrwegbehälter aus PET (die schlussendlich zur Herstellung neuer Flaschen recycelt werden können) bieten Lösungen für viele dieser Problematiken.
Zudem können sie echte Marketing-Vorteile verschaffen, da unter den Verbrauchern zunehmend das Bewusstsein darüber wächst, welche Auswirkung Getränkebehälter auf die Umwelt haben. Verbraucher erachten Mehrwegbehälter als umweltverträglich.
Untersuchungenhaben ergeben, dass die Verbraucher damit richtig liegen.
Leicht, Mehrweg Kunststoff-behälter können Transportkosten und schädliche Umwelteinwirkungen im Vergleich zu herkömmlichen Behältern (z.B. Glas) beträchtlich reduzieren. Das immer weiter verringerte Gewicht von PET-Mehrwegflaschen baut diesen Vorteil aus.
Das reduziert zudem den Material- und Energieverbrauch bei der Flaschenherstellung und schafft so weitere ökologische Vorteile. Die Verwendung von recyceltem PET bei der Herstellung von Flaschen kann Umweltbelastungen sogar noch weiter reduzieren.
Die größten Kostenvorteile und Nutzen für die Umwelt, die wiederbefüllbare PET-Flaschen erbringen, resultieren jedoch aus der Wirtschaftlichkeit der Flaschenherstellung.
Ein Unternehmen, das Einwegflaschen verwendet, kann vier- bis fünfmal soviel für Verpackung ausgeben wie ein Unternehmen, das dieselbe Menge an Getränken in Mehrwegflaschen abfüllt, die erst ersetzt werden müssen, nachdem sie ca. zwanzigfach wiederverwendet wurden. Der Gesamtmaterialverbrauch pro Umlauf der Flasche ist bei Mehrwegflaschen um 90% geringer. Dies macht die Mehrwegflasche zu einer sehr effizienten, langfristigen Verpackungslösung für die Getränkeindustrie.
Die Vorteile von PET-Mehrwegbehältern dürften in der Zukunft noch größer werden, da die zunehmende Industrialisierung in vielen Ländern, die Rohstoffverknappung, das Bevölkerungswachstum und politische Unruhen in Öl produzierenden Ländern wahrscheinlich zu einer Erhöhung der Preise für PET-Harz führen werden. Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass diese Entwicklung PET weniger konkurrenzfähig werden lässt (andere Materialien unterliegen ähnlichem Preisdruck), so bedeutet es doch, dass die maximale Ausnutzung des PET durch Mehrweg anstelle von Einwegflaschen größeren ökonomischen und ökologischen Sinn macht.
Eine studie, die vom Institute for Local Self Reliance and the Grass Roots Recycling Network (GRRN) in den USA veröffentlicht wurde, untersuchte eine Reihe akademischer Studien zu den Umweltauswirkungen von Mehrweg- und Einwegflaschen. Mithilfe einer Reihe von sieben Indikatoren zur Umweltauswirkung (CO2 -Emissionen, Energieverbrauch, Wasserverschmutzung, Wassererzeugung und anderen), wurde festgestellt, dass jede einzelne Studie Mehrwegflaschen den Vorzug gibt.
Nur im Hinblick auf die CO-Erzeugung fanden sie einen einzelnen Bericht, der schloss, dass Einwegflaschen den Mehrwegflaschen vorzuziehen seien – vier andere Berichte, die den gleichen Indikator untersuchten, kamen jedoch zu dem gegenteiligen Ergebnis.
Pfandbasierte Mehrwegflaschensysteme, die für den Verbraucher den Anreiz zur Rückgabe durch die Barauszahlung des Pfandes beinhalten, bieten über die oben bereits genannten hinausgehend noch eine Reihe weiterer ökologischer und ökonomischer Vorteile.
Beispielsweise zeigt die Erfahrung, dass die Gesamtrecyclingquote für Getränkeverpackungen dort höher liegt (und so weniger schädliche Umwelteinwirkungen vorhanden sind), wo auf Verpackungen Pfand erhoben wird. Zudem gibt es einen positiven Effekt auf die Menge des Abfalls an öffentlichen Orten, da die Verbraucher die leeren Flaschen behalten und zurück geben, um das Pfand zurück zu erhalten.
Möglich wäre auch die Verabschiedung neuer Gesetze, um zukünftig den Gebrauch von Mehrwegbehältern zu fördern.
Einige Länder wie beispielsweise Deutschland und Norwegen verfügen bereits über vorgeschriebene Systeme für die Rückgabe und Neubefüllung einiger Getränkebehälter.
Die Abfallhierarchie der EU – durch Artikel 4 der überarbeiteten Abfallrahmenrichtlinie (Richtlinie 2008/98/EC) in nationales Recht umgesetzt – stellt "Wiederverwendung" klar über "Recycling" als politisches Ziel. Daher erfüllen Mehrwegbehälter in ihrer Art die Ziele der europäischen Gesetzgebung besser als Einwegbehälter.
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